Da es die damals aktuelle FlightGear Version 1.9.1 nicht als RPM-Paket für openSUSE 11.0 [W] gab, blieb nichts anderes übrig als es aus dem Quelltext selber zu übersetzen.
Als erste Anhaltspunkte findet sich im FlightGear WIKI neben einer Anleitung für FlightGear 0.9 auch einen Artikel, der das Kompilieren von Version 1.0 unter openSUSE 10.3 beschreibt.
Ausgestattet mit diesen Informationen habe ich mich daran gemacht die aktuelle Version 1.9.1 unter openSuSE 11.0 zu bauen.
Diese Anleitung bezieht sich auf veraltete Versionen der Software.
Für die zur Zeit aktuelle openSUSE 12.1 existieren fertige FlightGear 2.6 Pakete.
Grundsätzlich wird die Anleitung, die nötigene Abhängigkeiten, Pfade und Dateinamen berücksichtigt aber immer noch funktionieren.
Allen die Lust darauf haben wünsche ich viel Spaß beim selber bauen ;-)
Auf dem vorhandenen System sind bereits folgende Schemata mittels YaST installiert gewesen.
Nun gilt es sicherzustellen, dass folgende Pakete auf dem System installiert sind.
Am einfachsten ist das mittels YaST zu überprüfen und die nicht vorhandenen Programme mit Ihren Abhängigkeiten zu installieren.
Zusätzlich wird noch OpenSceneGraph 2.7.* benötigt, welches nicht in openSUSE 11.0 enthalten ist.
Die mit openSUSE 11.0 ausgelieferte Version 2.6.1 führt zu reproduzierbaren Darstellungsfehlern bei den Cockpits und Flugzeugen.
Die Beschreibung und Lösung des Problems findet sich in diesem Thread.
Wir besorgen uns daher den Quelltext des Development Release von der OpenSceneGraph Website, entpacken und installieren es.
unzip OpenSceneGraph-2.7.8.zip cd OpenSceneGraph-2.7.8 ./configure make su make install ldconfig
Die Installation von OpenSceneGraph ist jetzt abgeschlossen.
Um sicherzustellen, dass die Bibliotheken von OpenSceneGraph erfolgreich geladen wurden, ist als root folgender Befehl auszführen:
ldconfig -p | grep osg
Wenn die darauf folgende Ausgabe diverse Symlinks nach folgendem Schema enthält ist alles in Ordnung.
libosg* (libc6) => /usr/local/lib/libosg*
Von der FlightGear Download Seite werden folgende Archive mit den Quelltexten benötigt.
Zuerst wird der Quelltext aus den Archiven entpackt.
tar xvzf SimGear-1.9.1.tar.gz tar xvzf FlightGear-1.9.1.tar.gz tar xvjf FlightGear-data-1.9.0.tar.bz2
Verschieben von (FlightGear) "data" in das FlightGear Verzeichnis.
mv ./data ./FlightGear-1.9.1/data
SimGear übersetzen und installieren.
cd SimGear-1.9.1 ./configure --prefix=/kompletter/pfad/zu/FlightGear-1.9.1 make make install make clean
FlightGear übersetzen und installieren.
cd ../FlightGear-1.9.1 ./configure --prefix=/kompletter/pfad/zu/FlightGear-1.9.1 make make install make clean
Wenn die Übersetzung und Installation des Quelltextes abgeschlossen ist, ergibt sich folgende Verzeichnisstruktur.
Die Startdatei von FlightGear, "fgfs", befindet sich unter "/kompletter/pfad/zu/FlightGear-1.9.1/bin/fgfs".
Um FlightGear von der Konsole aus zu Starten sind ein paar Parameter nötig.
Wichtig ist alle Parameter in einer Zeile, nur von Leerzeichen getrennt anzugeben.
/kompletter/pfad/zu/FlightGear-1.9.1/bin/fgfs --fg-scenery=/kompletter/pfad/zu/FlightGear-1.9.1/data/Scenery --fg-root=/kompletter/pfad/zu/FlightGear-1.9.1
Flightgear begrüßt uns jetzt im Cockpit einer C172P auf der Startbahn.
Unter -> "Environment" -> "Time Settings" kann nun die Tageszeit ausgewählt werden.
Die Dokumentation zu FlightGear befindet sich unter /kompletter/pfad/zu/FlightGear-1.9.1/docs-mini.
Eine Schnellübersicht der Parameter ist in den Manpages zu fgfs enthalten.
man fgfs
Als komfortable Oberflächen zum Starten mit weiteren Parametern bieten sich FGrun oder KFreeFlight an.
Um Flightgear zu erweitern und individuell anzupassen, stehen viele zusätzliche Ojekte, Modelle, Szenerien und Flugzeuge zur Verfügung.